Seit drei Tagen herrscht nun schon das strenge Kontaktverbot in Deutschland. Wohl nahezu jeder Mitbürger ist in dieser Zeit in irgendeiner Art und Weise vom neuartigen Corona-Virus Covid-19 oder den daraus resultierenden Präventionsmaßnahmen betroffen.

Für viele Deutsche war das Szenario „Kontaktverbot“ oder die Steigerung „Ausgangssperre“ vor zwei Wochen sicherlich noch absolut undenkbar. Aber da alle Empfehlungen der Bundes- bzw. Länderregierung ignoriert wurden, sind wir jetzt an diesem Punkt angekommen. Natürlich mache auch ich mir Gedanken, wie es weitergehen soll, wie gefährlich Covid-19 tatsächlich ist.

Hamsterkäufer – die Egoisten der Nation

Was aber der ganzen Krise den absoluten Höhepunkt gibt, sind die Hamsterkäufer, die offenbar denken, die Welt geht morgen unter oder wir kehren zurück in die Nachkriegszeit, in der es wortwörtlich nichts mehr gab. Hamsterkäufer sind tatsächlich an Egoismus nicht zu übertreffen – beschämend.

Und obwohl in allen Medien seit Beginn der Covid-19 Pandemie gepredigt wird, dass in Deutschland keine Gefahr für Lieferengpässe besteht und die Versorgung sichergestellt ist, sind die Leute einfach nicht zu bremsen.

Darüber hinaus bleibt ja die völlig legitime Frage, was die Leute mit tonnenweise Toilettenpapier und Nudeln machen wollen.
Klar, Nudeln legt man sich hin, die werden ja erstmal nicht schlecht. Aber irgendwann ist man Nudeln doch auch über?! Außerdem ist jeden Tag Nudeln mit (haltbarer) Tomatensauce ja jetzt auch nicht das gelbe vom Ei.

Covid-19 zeigt die wahren Helden

Wenn die Covid-19 Krise eins gezeigt hat, dann wie wichtig die Mitarbeiter des Gesundheitswesens sind. Für Gesundheitsminister Jens Spahn sind diese Berufe systemrelevant – wie gut, dass er das inzwischen auch erkannt hat. Und er hat absolut Recht; wenn die Schwestern, Pfleger und Ärzte nicht wären, könnte Deutschland schon zu machen.

Umso erschreckender ist, dass Hamsterkäufer offenbar völlig vergessen, dass sie mit ihrem Konsumverhalten vor allem die jetzt so wichtigen Berufsgruppen benachteiligen und schädigen.

Eine Büromitarbeiterin, die schon längst im Home-Office sitzt, stellt sich einfach morgens um 7:45 Uhr bei Aldi auf den Parkplatz und kauft alles, was sie möchte, weil die Regale gefüllt sind. Danach fährt sie mit prall gefüllten Einkaufstüten zurück ins Home-Office; als ob nichts gewesen wäre.
Die Krankenschwester oder auch der Arzt hingegen beatmen und/oder reanimieren um 7:45 Uhr einen schwer an Covid-19 Erkrankten, damit er nicht stirbt. Wenn die Krankenschwester um 16:00 Uhr nach Ihrer Schicht bei Aldi steht, sind die Regale leer.

Schönen Dank auch.

Hamsterkäufer fördern Sozialismus

Wenn die Hamsterkäufer sich nicht langsam beherrschen und die Regale weiterhin leergefegt sind, kann ich mir gut vorstellen, dass bestimmte Konsumgüter nur noch auf Zuteilung verkauft werden – Willkommen im Sozialismus.

Ich habe die Tage ein gutes Bild dazu gesehen (ich denke auf Twitter, kann es aber nicht mehr finden): Die erste Packung von irgendwas kostet den regulären Preis, die zweite Packung jedoch ist dermaßen teuer (z.B. 349 EUR anstatt 3.49 EUR), dass man eigentlich nur die eine Packung kaufen „kann“.

Ich finde diese Regelung sehr gut.

Nichtsdestotrotz lenkt eine solche Reglementierung nicht vom eigentlichen Problem ab: Offenbar ist sich jeder Deutsche selbst der Nächste. Ein Gedanke an die Mitmenschen? Fehlanzeige!

Ich finde diese Mentalität erschreckend. Zumal es uns in Deutschland nun wirklich an nichts mangelt.


Wie habt ihr Covid-19 bisher erlebt? Fühlt ihr euch durch das Kontaktverbot eingeschränkt?

Viele Grüße

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